Biodynamischer Champagner

Biodynamischer Champagner

Als echter Naturwein erfordert ein biodynamischer Champagner viel mehr Arbeit als ein klassischer Champagner, bei einer bis zu halb so großen Produktion, aber für welch erstaunliches Ergebnis!

Der biodynamische Weinbau beruht auf dem Prinzip der Intensivierung des natürlichen Austauschs zwischen der Rebe und ihrer Umgebung (Mond, Erde, Sonne, Boden, ...). Ein biodynamischer Champagner wird also ohne zugesetzte Sulfite und ohne chemische Düngemittel hergestellt.

Ein biodynamischer Champagner ist ein lebendiger Wein, sehr oft überraschend ist und von großer aromatischer Konzentration zeugt!

Biodynamischer Champagner

Der biodynamische Weinbau ist eine eigene Philosophie, die auf die Erhaltung von Flora und Fauna ausgerichtet ist. Wenn Sie mit biologischen Weinen vertraut sind, ist es wichtig zu beachten, dass biodynamisch arbeitende Winzer in diesem Ansatz noch einen Schritt weiter gehen. Es ist die Suche nach einer ausgeglichenen Beziehung zwischen Mensch und Erde, die zu natürlicheren Weinen mit einer unvergleichlichen Reinheit führt..



Was ist ein biodynamischer Champagner?

Bevor wir in die Champagne aufbrechen, wollen wir einige Grundsätze des biodynamischen Weinbaus in Erinnerung rufen. Einer der wichtigsten Punkte betrifft die Stärkung der Rebenpflanzen, indem ihre Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten mithilfe natürlicher Präparate aufgebaut wird. Die Winzer orientieren sich übrigens am Mondkalender, um die verschiedenen Aufgaben im Weinberg und bei der Weinherstellung das ganze Jahr über durchzuführen. Wie Sie vielleicht schon bemerkt haben, unterscheidet sich die Biodynamik dadurch, dass sie nicht nur die Natur, sondern auch astrale Einflüsse berücksichtigt, was den Beruf des Winzers noch schwieriger macht. Vergessen Sie also Pestizide, chemische Düngemittel und Maschinen aller Art. Die Arbeiten werden mit größtem Respekt vor den Rebstöcken und dem Terroir durchgeführt. Es wird alles unternommen einen möglichst reinen Wein herzustellen, der die Qualitäten der Parzellen verkörpert, auf denen die Trauben angebaut wurden.

In der Champagne haben sich einige Winzer dafür entschieden, mit dieser Vision von Weinbergen und Wein zu arbeiten. Sie wollen große Cuvées herstellen, dabei aber so eng wie möglich mit der Natur zusammenzuarbeiten und sind somit Teil der „neuen“ Champagne. Auch wenn die Biodynamik in den französischen Weinbergen immer mehr Anhänger findet, muss man sagen, dass nur etwa 2% der Weinberge in der Champagne nach diesen Prinzipien bewirtschaftet werden. Die Region wird aufgrund des kühlen Wetters und der starken Regenfälle als schwer biodynamisch zu bewirtschaften bezeichnet, was dazu führt, dass die Champagner auf dem Markt selten sind...

 



Welchen Champagner soll man wählen?

Aber wie sieht es bei der Verkostung aus? Biodynamische Champagner haben oft nur eine geringe oder gar keine Dosage. Zur Erinnerung: Bei der Dosage wird ein Likör aus in Wein gelöstem Rohrzucker hinzugefügt, um dem Champagner den letzten Schliff zu verleihen und somit zu entscheiden, ob er brut , demi-sec, doux, etc. sein soll

Eine Zero-Dosage beispielsweise ist dann lebendiger und spiegelt die geschmacklichen Qualitäten einer Region oder einer Parzelle besser wider. Diese Art von Champagner ist daher bei Kennern sehr beliebt...